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„Abrasiver geht es kaum“ - Verschleißfeste Linearführungen sorgen für 50 Prozent höhere Standzeiten im Schleifwerkzeug-Maschinenpark

Steckbrief
  • Was wurde benötigt: robuste Linear-Rundführungen
  • Anforderungen: thermische und mechanische Belastungen der Werkzeuge
  • Branche: Maschinenbau
  • Erfolg für den Kunden: deutliche Erhöhung der Standzeiten

Schleifscheibenfabrik Rottluff GmbH in Chemnitz produziert pro Tag um die 150.000 Schleifwerkzeuge mit den unterschiedlichsten Durchmessern und Formen. Die Geschäfte des rund 100 Jahre alten Unternehmens laufen seit Jahren gut. Für die rund 150 Mitarbeiter dreht sich an fünf Tagen der Woche im Dreischichtbetrieb alles um die Scheibe. Beliefert werden Endkunden und Großverbraucher.
 
Linear-Rundführungen im Schleifwerkzeug

Problem

Die Trenn-, Schrupp- und Fächerschleifscheiben zeichnen sich durch hohe Stand- und kurze Trennzeiten aus. Ihr Design ist maßgeschneidert in Bezug auf Korn, Bindung, Struktur, Form und Aufbau. Hinzu kommen Fertigungstechnologien nach dem neuesten Stand der Technik, die ein umfassendes Angebot ermöglichen. Als Mitglied im Verband der Schleifmittelhersteller und in der oSa, der Organisation für die Sicherheit von Schleifwerkzeugen, leistet der Spezialist einen aktiven Beitrag zur Sicherheit der Anwender. Immerhin liegen die Bearbeitungsgeschwindigkeiten beispielsweise bei handgeführten Scheiben bei 80 bzw. bis zu 100 m/s, was zu enormen thermischen und mechanischen Belastungen der Werkzeuge führen kann. Schleifscheiben bestehen im Wesentlichen aus einem Armierungsmaterial, einer Pressmasse, der Bindung (in der Regel Glasfasergewebe), sowie einem Etikett mit einem Bohrungsring. In der Pressmasse sind die unterschiedlichsten schleifaktiven Füllstoffe zum Verbessern der Trenneigenschaften enthalten. Diese Schleifmittel sind äußerst abrasiv und sorgen für einen hohen Verschleiß an unseren Maschinen und Anlagen. Wird in Scheiben beispielsweise hartes Siliziumkarbid für den Einsatz in der Steinindustrie verpresst, fällt extrem viel Staub an, der den Verschleiß weiter in die Höhe treibt. Und da im Dreischichtbetrieb gearbeitet wird, können Wartungen und Reparaturen nur turnusmäßig zu festgelegten Zeiten erfolgen. Bezogen auf die Umgebungsbedingungen geht es kaum abrasiver. Die Lager müssen den verschiedenen Materialien, die in der Schleifscheibenfertigung eingesetzt werden, auf Dauer standhalten.

Die Pressautomaten arbeiten unter den rauesten Bedingungen; sie garantieren gleich bleibende Stärke und Verdichtung der Produkte. Anschließend wandern die Trenn- und Schleifscheiben in die Härteöfen. Um hier eine durchgängig gute Qualität zu garantieren, werden sie vorher zwischen Stahlplatten abgelegt, die nach dem Härteprozess wieder entfernt werden müssen. Das geschieht wiederum durch maßgeschneiderte Vereinzelungsautomaten, die zum notwendigen Entstapeln eingesetzt werden.
 

Lösung

Die Schleifscheiben werden kundenspezifisch gefertigt und halten mühelos den unterschiedlichsten Anforderungen stand. Im äußerst rauen Produktionsprozess spielen Press- und Vereinzelungsmaschinen eine wesentliche Rolle. Um ihre Standzeiten deutlich zu erhöhen, sind mit schnell messbarem Erfolg metallische Buchsen gegen robuste Linear-Rundführungen ausgetauscht worden. Selbst schmierend und wartungsfrei beweisen sie von Anfang an ihre Alltagstauglichkeit. Als Betriebsmittelbedarf bestellt und verbaut, sorgen die Linearführungen für die notwendige Maschinenverfügbarkeit. Bis zu zehn Linearlager kommen jeweils im Herzstück des Schleifwerkzeug-Maschinenparks, den hydraulischen Press- und Vereinzelungsanlagen, zum Einsatz.

drylin R-Linearlager basieren auf speziell für die Lineartechnik entwickelten, hoch verschleißfesten Polymeren. Ihre Abmessungen sind kompatibel zu Standard-Linearkugelbuchsen. Sie benutzen Rundwellen als Gegenlaufpartner und akzeptieren dabei die unterschiedlichsten Wellenwerkstoffe. Bei Rottluff bewähren sich Stahlwellen, die den harten Umgebungsbedingungen ausgezeichnet trotzen. Die spezielle Geometrie der Führungen garantiert unter allen Einsatzbedingungen eine hohe Sicherheit. Da die Lagerfläche aus einzelnen Laufstegen mit Unterbrechungen besteht, sind Verschmutzungen kein Problem. Selbst wenn feuchter Schmutz auf die Welle trifft, wird er von den einzelnen Laufbahnen abgewischt und in die kontaktlosen Bahnen zurückgedrängt. Die Stege der Laufflächen der Lager gleiten dann auf der von Verschmutzungen freien Bahn. Die Linearführungen sind zu 100 Prozent schmierfrei. Einfach austauschbare Standard-Gleitfolien aus dem Werkstoff iglidur J sorgen für gute Gleitreibwerte.

Obwohl die Einsatzbedingungen, d. h. die Pressmassen, an den Maschinen wechseln, kann trotzdem festgestellt werden, dass ihre Standzeiten deutlich höher sind als bei den vorher verwendeten metallischen Buchsen. Und die Haltbarkeit der Stahlwellen hat sich mindestens vervierfacht, so dass nicht nur technische Vorteile für die Linearführungen sprechen, sondern sich die Investition in diese Betriebsmittel auch wirtschaftlich rechnet. Dazu kommt, dass sich heute die Verschleißgrenze ankündigt. Sie wird nicht abrupt erreicht, somit kann planmäßig beim nächsten Wartungsintervall ein entsprechender Austausch eingeleitet werden. Die Linearführungen beweisen nicht nur in den Press- und Vereinzelungsmaschinen ihre Leistungsfähigkeit, sondern ebenfalls in einer Schrumpffolienverpackungsanlage. 

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