Bild 13: Messung des Innendurchmessers eines eingepressten Gleitlagers
Die Einbaumaße und Toleranzen der iglidur®-Gleitlager sind werkstoff- und wandstärkenabhängig. Beim Werkstoff ist die Feuchtigkeitsaufnahme und die Wärmeausdehnung entscheidend. Gleitlager mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme können mit kleinem Lagerspiel verbaut werden. Für die Wandstärke gilt: Je dicker die Lager sind, desto größer muss auch das Spiel der Lager sein.
Somit ergeben sich unterschiedliche Toleranzklassen für
iglidur®-Gleitlager. Mit diesen Toleranzen können iglidur®-
Gleitlager nach den Einbauempfehlungen über den jeweils
zulässigen Temperaturbereich und in Raumfeuchten bis
70 % betrieben werden. Sollten höhere Luftfeuchtigkeiten
vorliegen oder die Lager unter Wasser betrieben werden,
sind die Werkstoffe mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme
zu bevorzugen.
iglidur®-Gleitlager sind Einpresslager für Bohrungen mit der H7-Einheitsbohrung. Dieses Einpressen der Lager befestigt die Lager einerseits im Gehäuse, andererseits wird der Innendurchmesser der Gleitlager dadurch erst geformt.
Die Prüfung der Lager erfolgt, eingebaut in einer Bohrung mit Kleinstmaß, sowohl mit einer Messuhr als auch mit einem Lehrdorn.
Eingepresst in die Bohrung, muss die Gutseite des Lehrdorns das Lager leichtgängig passieren.
Mit Diatester muss der Innendurchmesser der Lager an den Messebenen (vgl. Bild 13) innerhalb der vorgesehenen Toleranz liegen.
Abb. 13: Die Lage der Messebenen (1, 2, 3 = Messlinien)
Trotz sorgfältiger Herstellung und Montage der Lager können sich Abweichungen und Fragen im Zusammenhang mit den Einbaumaßen und Toleranzen ergeben.
Aus diesem Grund haben wir die häufigsten Gründe für Abweichungen aufgeführt. In vielen Fällen konnten mit diesem Trouble Shooter die Gründe für Abweichungen schnell gefunden werden:
Bohrung ist nicht richtig angefast - das Lager schabt außen ab.
Es wurde ein Zentrierdorn verwendet, der die Lager beim Einpressen innen aufgeweitet hat.
Die Bohrung entspricht nicht der H7-Toleranz.
Das Gehäuse ist aus einem weichen Material, das durch die Lager beim Einpressen aufgeweitet wurde.
Die Welle ist nicht h-toleriert.
Die Messung erfolgt nicht innerhalb der Messlinien.
