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Thermoausgleichsleitungen sind eine unverzichtbare Verbindung zwischen Thermoelement und Messgerät. Sie sorgen dafür, dass Temperaturmessungen auch über größere Distanzen präzise und unverfälscht übertragen werden. Doch was genau ist eine Thermoausgleichsleitung, wie funktioniert sie und worauf kommt es bei Anwendungen in Energieketten an?
Eine Thermoausgleichsleitung verbindet ein Thermoelement mit einer Mess- oder Auswerteeinheit. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, das vom Thermoelement erzeugte Spannungssignal möglichst exakt zum Messgerät zu übertragen.
Das Besondere: Die Leiterwerkstoffe einer Thermoausgleichsleitung müssen auf den jeweiligen Thermoelementtyp abgestimmt sein. Andernfalls entstehen zusätzliche Thermospannungen, die das Messergebnis verfälschen können.
Kurz gesagt: Ohne die passende Thermoausgleichsleitung wäre eine präzise Temperaturmessung oft nicht möglich.
Eine Thermoausgleichsleitung ist eine spezielle Anschlussleitung für Thermoelemente. Sie besteht aus Werkstoffen mit den gleichen oder vergleichbaren thermoelektrischen Eigenschaften wie das verwendete Thermoelement und verhindert dadurch Messfehler durch unerwünschte Thermospannungen.
Da Thermoelemente auf kleinste Spannungsänderungen reagieren, können bereits ungeeignete Leitungen zu Messfehlern führen.
Würde beispielsweise eine normale Kupferleitung verwendet, könnten zusätzliche Kontaktstellen neue Thermospannungen erzeugen.
Die Folgen:
Deshalb müssen Thermoausgleichsleitungen exakt auf den Typ des Thermoelements abgestimmt werden.
Steigt oder fällt die Temperatur an der Messstelle, verändert sich die Elektronendichte in den beiden Metallen unterschiedlich stark.
Dadurch entsteht eine messbare elektrische Spannung.
Diese Spannung:
Der Effekt wurde bereits 1821 vom deutschen Physiker Thomas Johann Seebeck beschrieben und trägt deshalb seinen Namen.

Die verschiedenen Thermoelemente sind in der Norm IEC 60584 definiert.
Die verschiedenen Thermoelemente sind in der Norm IEC 60584 definiert.
| Thermoelement Typ K | Thermoelement Typ J | Thermoelement Typ N | |
|---|---|---|---|
| Werkstoffe | Nickel-Chrom (NiCr) / Nickel (Ni) | Eisen (Fe) / Kupfer-Nickel (CuNi) | Nickel-Chrom-Silizium (NiCrSi) / Nickel-Silizium (NiSi) |
| Temperaturbereich | -40 °C bis +1.200 °C | -40 °C bis +750 °C | -200 °C bis +1300 °C |
| IEC-Farbcode | Grün / Weiß | Schwarz / Weiß | Rosa / weiß |
Thermoausgleichsleitungen kommen überall dort zum Einsatz, wo Temperaturen zuverlässig überwacht und geregelt werden müssen.
Typische Anwendungsbereiche sind:
Bei der Herstellung von Kunststoffteilen müssen Temperaturen permanent kontrolliert werden. Bereits geringe Temperaturabweichungen können die Qualität des Endprodukts beeinflussen.
Hier übernehmen Thermoelemente die Temperaturmessung. Die Thermoausgleichsleitung überträgt dabei das Messsignal sicher an die Steuerung oder das Messgerät.

n vielen Maschinen ist die Leitung nicht statisch verlegt, sondern dauerhaft in Bewegung.
Besonders häufig tritt dies in:
auf.
Normale Thermoausgleichsleitungen stoßen hier häufig an ihre Grenzen:
Für diese anspruchsvollen Anwendungen werden speziell entwickelte Thermoleitungen benötigt.

Mit der chainflex CFTHERMO-Serie bietet igus speziell für bewegte Anwendungen entwickelte Thermoausgleichsleitungen an.
Die Leitungen erfüllen die Anforderungen an Thermoausgleichsleitungen gemäß IEC-Norm und wurden gezielt für den Dauereinsatz in Energieketten entwickelt.
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